GVO-Zulassungen

EU-Kommission löst den Stau


Es sollte ein Trost für die Brüsseler Agrarverbände sein, die seit Monaten den Zulassungsstau für GVO beklagen. Nachdem die EU-Kommission Mitte der Woche ihren umstritten Vorschlag für die Reform der Zulassungen von GVO vorlegte, folgte zum Wochenende das grüne Licht in zahlreichen alten Verfahren. Die EU-Kommission genehmigte 17 landwirtschaftliche Nutzpflanzen und 2 Sorten von Schnittblumen für den Import. Das Echo viel unterschiedlich aus. Europabio, der Verband der Hersteller von GVO, lobte den Schritt in die richtige Richtung, nachdem es zu Verzögerungen von bis zu eineinhalb Jahren gekommen sei. Gleichzeitig mahne Europabio an, in 40 noch offenen Verfahren müsse es jetzt schneller gehen. Greenpeace kritisierte, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bringe die EU damit nicht näher zum Bürger sondern näher an US-Konzerne wie Monsanto.
Für 10 GVO erteilte die EU-Kommission erstmals die Zulassung für den Import, sowie für die Verarbeitung zu Lebens- und Futtermitteln. Das gilt für den GV-Mais MON 87460, die GV-Sojasorten MON 87705, MON 87708, MON 87769, 305423, BPS-CV127-9, MON 88302, den GV-Raps T304-40 und die GV-Baumwollsorten MON 88913 und LLCotton25xGHB614. Für sieben verschiedene GVO wurde die Zulassung verlängert. Das sind der Mais T25, der Mais NK603, der Raps GT73, sowie die Baumwollsorten  MON 531 x MON 1445, MON 15985, MON 531, und MON 1445. Schließlich bekamen zwei gentechnisch veränderte Schnittblumen grünes Licht aus Brüssel. (Mö)
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