Marktaussichten

EU-Kommission rechnet mit mehr Getreide

Die EU-Getreidebestände seinen überwiegend gut durch den Winter gekommen, schreibt die EU-Kommission in ihrer jüngsten Analyse. Lediglich in Teilen Skandinaviens und im Baltikum sei es zu trocken gewesen. Sollte die Witterung weiterhin günstig sein, könnten in der EU im Sommer 313 Mio. t Getreide geerntet werden. Das wären 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die EU könnte mit einer wieder höheren Ernte dazu beitragen, dass die Angebotsüberhänge auf dem Weltgetreidemarkt erhalten blieben, erklärt die EU-Kommission. Die diesjährige Rapsernte schätzt die EU-Kommission auf 22 Mio. t, das wären 6 Prozent mehr als im 5-Jahres-Durchschnitt der EU.

Die Milchanlieferungen verblieben im 1. Quartal 2017 unter den großen Mengen des Vorjahres, schätzt die Kommission. Dafür könnte es in der 2. Jahreshälfte zu einem Anstieg der Milchmenge kommen. Die Milchanlieferung für das gesamte Jahr 2017 liege 0,6 Prozent über dem Jahr 2016. Die EU-Kommission lässt offen, wie die Milchpreise auf das wieder leicht steigende Angebot reagieren werden. Sie betonte allerdings, dass der Markt 2018 wegen der steigenden Nachfrage auf dem Weltmarkt wieder aufnahmefähiger sein, besonders wenn Russland sein Embargo beende.

Die EU-Schweinefleischproduktion werde 2017 bei 23,4 Mio. t liegen und damit 0,3 Prozent unter der des Vorjahres. Allerdings sei die Entwicklung unterschiedlich. In Spanien und in Polen könne die Schweineproduktion weiter ansteigen. In Dänemark und Rumänien werde sich dagegen der Rückgang möglicherweise fortsetzen. (Mö)    
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