Krisenreserve

EU-Kommission sichert Finanzierung


Bis Ende März muss die EU-Kommission einen Vorschlag vorlegen, wenn sie die Landwirte zur Finanzdisziplin im kommenden Jahr heranziehen möchte. Kurz vor dem Ablaufen dieser Frist schlägt die EU-Kommission eine Kürzung der Direktzahlungen 2016 um 1,39 Prozent vor. Damit soll die Krisenreserve von 441 Mio. € im kommenden EU-Haushaltsjahr bezahlt werden können. Direktzahlungen von unter 2000 € pro Jahr und Betrieb sind ausgenommen. Auch brauchen sich die Landwirte in Rumänien, Bulgarien und Kroatien nicht zu beteiligen, weil sie noch nicht bei 100 Prozent der Direktzahlungen angekommen sind. Wenn die Krisenreserve 2015 nicht gebraucht wird, bekommen die Landwirte die bereits vorgenommene Kürzung von 1,3 Prozent wieder erstattet. Unter dem Strich ändert sich deshalb kaum etwas für die Landwirte. EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat als eine seiner ersten Amtshandlungen dafür gesorgt, dass die Hilfen wegen des russischen Einfuhrverbotes nicht aus der Krisenreserve 2015 bezahlt werden. (Mö)
 
stats