Violeta Bulc war die letzte Kommissarin, die "gegrillt" wurde
-- , Foto: EU-Kommission
Violeta Bulc war die letzte Kommissarin, die "gegrillt" wurde

Die zuständigen Ausschüsse im Europaparlament gaben heute bereits informell grünes Licht für die nachgerückte Slowenin Violeta Bulc als Kommissarin für Transport und für den Slowaken Maroš Šefčovič, zuständig für die Energieunion. Die beiden Kandidaten hatten sich am Montagabend erfolgreich den vorgeschriebenen dreistündigen Anhörungen gestellt.

Bulc sprach sich gegen Ungleichbehandlung von EU-Bürgern bei Mautsystemen aus, ohne sich direkt auf die Diskussion in Deutschland zu beziehen. "Kein Land sollte diskriminierende Gesetzesvorschläge machen", sagte die Slowenin.

Šefčovič will den Gaseinkauf aus Russland bündeln und vertritt somit eine andere Meinung als der scheidende Energiekommissar Günther Oettinger.

Es sieht also so aus, dass Präsident Jean-Claude Juncker mit allen Kandidaten am 1. November die Arbeit aufnehmen kann. Das EU-Parlament muss der neuen Kommission morgen noch das Vertrauen aussprechen wird. Am Donnerstag und Freitag können dann die EU-Staats- und Regierungschefs den Weg ebnen, um die neue Kommission formell mit ihren Ämtern zu beauftragen. (hed)
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