Erhaltungssaatgut

EU-Kommission wehrt sich gegen Vorwürfe

Die EU-Kommission legte am Montag in Brüssel einen Vorschlag für eine neue Saatgutverkehrsverordnung vor. Darin besteht die Kommission auf einer Registrierung von alten Sorten. Allerdings sollten die Hürden für die Vermarktung von alten Sorten keinesfalls höher als bisher gehängt werden, stellte EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg klar.

Im Vorfeld zu seinem Vorschlag sei in der Öffentlichkeit einiges fasch verstanden worden. So ging es bei der Registrierung nur um die kommerzielle Vermarktung und nicht um Hobbygärtner. Für Erhaltungssorten gebe es leichtere Anforderungen als für sonstiges Saatgut und außerdem entfielen die Tests, erklärte der Kommissar. Zudem seinen die Gebühren für die Registrierung von Erhaltungssorten niedriger und Mikrounternehmen müssten überhaupt keine Abgaben errichten.

Ziel der neuen Saatgutverkehrsverordnung sei es, die Qualität der Ware sicherzustellen. Die EU habe einen Anteil von 60 Prozent auf dem Weltmarkt an den Saatgutausfuhren, berichtet die Kommission und wolle dem Sektor weiterhin einen geeigneten gesetzlichen Rahmen geben. (Mö)
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