Morgen wird die EU-Kommission ihre Vorschläge Reform der EU-Luftqualitätsrichtline vorlegen. Nach einem Entwurf soll der Ammoniakausstoß in der EU bis 2025 um 30 Prozent und um 34 Prozent bis zum Jahr 2030 gesenkt werden jeweils im Vergleich zu 2005. Das würde vor allem Deutschland hart treffen. Hier soll der Ammonaikausstoß aus der Landwirtschaft über bereits erfüllte Vorgaben um weitere 42 Prozent gesenkt werden. In der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sind bereits Anreize für die Vermeidung von Ammoniak in der 2. Säule der GAP, sowie eine schärfere Berichterstattungspflicht über N-Bilanzen und Düngergaben vorgesehen. 

Ammoniak entsteht vor allem in der Tierhaltung und kann durch gezieltes Management von Gülle vermindert werden. Brüsseler Agrarverbände warnen vor übertriebenen Auflagen für die Landwirtschaft. Die Einschränkung der Produktion sei in Anbetracht steigender Nahrungsmittelpreise unangebracht, betonen die europäischen Agrar-Dachverbände Copa und Cocega. (da/Mö)   
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