Gentechnik

EU-Länder für mehr Kennnzeichnung


Eine „gemeinsame Erklärung“ haben Italien, Polen, Österreich, Ungarn, Slowenien, Litauen und Zypern am Donnerstag zum Agrarministertreffen in Brüssel eingebracht. Es solle mehr dafür getan werden, um das Angebot an Futtermitteln zu steigern, die frei von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sind. Als einen Weg halten es die sieben Länder für erforderlich, mehr als bisher Produkte und Verfahren, die GVO-frei sind, als solche kennzeichnen zu dürfen. Die sieben Unterzeichner lehnen jedoch ausdrücklich ab, dass einzelne EU-Mitgliedsländer die Verwendung von GV-Futtermitteln national verbieten dürfen. Gegen ein solches Opt-out hatten sich die EU-Agrarminister bereits im Juli ausgesprochen.

Die Diskussion des Vorschlages der sieben Länder war zurückhaltend, berichtet Agra Europe London von der Ratssitzung. Vertreter aus Griechenland und der Slowakei hätten sich aufgeschlossen für den Vorschlag gezeigt, wogegen das Vereinigte Königreich, Spanien und die Niederlande Zweifel geäußert hätten, dass sich Futtermittel ohne GVO in absehbarer Zeit in größeren Mengen bereitstellen ließen.

Nächste Woche steht das Thema GVO in Futtermitteln noch einmal auf der politischen Tagesordnung. Am Mittwoch befasst sich das Europäische Parlament bei seiner Plenumssitzung in Straßburg mit einem Opt-out für die Verwendung. Es gilt als sicher, dass sich die Abgeordneten dagegen aussprechen und damit der Ansicht ihres Umweltausschusses folgen. (db)
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