Milchkrise

EU-Länder wollen Geld aus Brüssel


Nach der „Erklärung von Warschau“ zieht nun auch der italienische Landwirtschaftsminister Maurizio Martina nach. Er berichtet von einem Telefongespräch mit dem französischen Landwirtschaftsminister Stephane Le Foll. Man habe sich auf eine europäische Finanzierung von Anreizen für die verringerte Anlieferung von Milch als gemeinsame Forderung verständigt, erklärt Martina. Freiwillige Mengenabsprachen zwischen Milcherzeugern sind auch ein zentraler Punkt der „Erklärung von Warschau“. Polen, Deutschland und Frankreich haben sich darin verständigt, dass freiwillige Maßnahmen zur Mengenreduzierung mit Mitteln aus dem EU-Haushalt unterstützt werden sollten.

Zudem fordern inzwischen Frankreich, Italien, Deutschland und Polen die Aktivierung der PLH für Schweinefleisch. Spanien kann diese Forderungen auch unterstützen und wird von den Ministern vor dem EU-Agrarrat am 27. Juni in Luxemburg möglicherweise auch noch eingebunden. Damit setzen die EU-Mitgliedstaten deutliche Zeichen, an denen die EU-Kommission nur schwer vorbeikommt. EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat Forderungen an den EU-Haushalt bisher zurückgewiesen. (Mö)
 
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