Kontrollgebühren

EU-Mitgliedstaaten uneinig


"Ein ursprünglichder Vorschlag der EU-Kommission zur EU-weiten Einführung von Gebühren für Futtermittelkontrollen bleibt Gegenstand der Diskussion", sagte Thomas Boch, Ministerialdirektor im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) heute in Berlin. Auf der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft für Wirkstoffe in der Tierernährung (AWT) wies Boch darauf hin, dass eine Reihe von Mitgliedstaaten nur sehr wenig oder kein Interesse daran zeige, den Futterherstellern in ihren Ländern zusätzliche Gebühren aufzuerlegen.

In der Zwischenzeit seien für den ursprünglichen Kommissionsvorschlag verschiedene Kompromisslösungen erarbeitet worden, die eine generelle Einführung dieser Gebühren zunehmend unwahrscheilich erscheinen lassen. Jedoch sei auch klar, dass derartige Vorschläge auch nicht gegen die Kommission durchgesetzt werden könnten, so Boch gegenüber agrarzeitung.de. Daher bleibe eine mögliche Neuregelung der Gebührenordnung weiterhin Gegenstand von Verhandlungen in Brüssel. (jst)
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