Ökolandbau

EU-Parlament braucht bis Juli


Nicht alle Waren mit Biosiegel erfüllen die Kriterien. Gefordert werden deshalb strengere Kontrollen.
-- , Foto: EU
Nicht alle Waren mit Biosiegel erfüllen die Kriterien. Gefordert werden deshalb strengere Kontrollen.

Viele Landwirte scheuten inzwischen die Umstellung auf die Ökoproduktion, obwohl die Nachfrage steige, hielt Häusling im EP-Agrarausschuss in Brüssel fest. Außerdem sei bei der Einfuhrkontrolle von Bioerzeugnissen einiges im Argen. Er will deshalb Ende April einen Bericht in die Übersetzung geben, der dem Sektor neue Impulse geben kann. Dazu gehörten Anreize für die Erzeugung von fehlendem Ökosaatgut und Ökopflanzgut. Die Verwendung von konventionellen Alternativen einfach nur zu verbieten oder auslaufen zu lassen, sei jedenfalls keine Lösung. Häusling lehnt einen Grenzwert für Pflanzenschutzmittel in Ökoprodukten ab. Dafür will er möglichst  verhindern, dass Schadstoffe über Nachbarn, Wasser oder die Luft in Ökobetriebe gelangen. Auch das könne das Vertrauen in Ökoprodukte verbessern. Außerdem sollen die Kontrollen der Einfuhren verschärft werden. Der Abgeordnete regt die Schaffung einer neuen Behörde an, die die Einfuhrkontrollen überwacht, vor schadhaften Ökolebensmitteln warnt und Betrug verfolgt. Die meisten Abgeordneten begrüßten den gründlichen Ansatz für den Bericht. Von der EU-Kommission will sich das Parlament nicht unter Zeitdruck setzen lassen. (Mö)
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