Lebensmittelverschwendung

EU-Rechnungshof sieht Defizite

Die Ambitionen der EU-Kommission hätten nachgelassen, kritisiert der Rechnungshof in seinem Bericht über die Vermeidung von Lebensmittelabfällen. In ihrem Kreislaufwirtschaftspaket wolle die EU-Kommission die Lebensmittelverluste im Einzelhandel und beim Verbraucher bis 2030 halbieren. Das sei weniger, als die EU-Kommission in den vergangenen Jahren schon mal anvisiert habe. Das Europaparlament sei vorbildlicher und fordere eine Halbierung schon bis 2025. Es ginge auch ohne neue Gesetze und ohne neues Geld, meint der Rechnungshof. Er fordert die EU-Kommission auf, bestehende Maßnahmen besser in Bezug auf die Abfallvermeidung aufeinander abzustimmen. Zum Beispiel sollte die Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige erleichtert werden, indem hinderliche Gesetzesauflagen abgeschafft werden. Nach einer Schätzung der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gehen zwei Drittel der Verluste auf den Verbraucher und den Einzelhandel zurück. Die Reformen der GAP seien dagegen ein Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Der Rechnungshof lobt, dass durch entkoppelte Direktzahlungen an die Landwirte Überschüsse inzwischen vermieden würden. (Mö) 
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