TTIP-Abkommen

EU-Rindfleischerzeuger sind wettbewerbsfähig


Für Phil Hogan ist die Landwirtschaft nicht das größte Hindernis für eine TTIP-Einigung..
-- , Foto. mö
Für Phil Hogan ist die Landwirtschaft nicht das größte Hindernis für eine TTIP-Einigung..

Die USA würden das bestehende Einfuhrkontingent für Rindfleisch in die EU gar nicht auslasten, erklärte der Agrarkommissar auf einer Veranstaltung der Zeitung „politico“. Das sei für ihn ein Beleg, dass die US-amerikanische Rindfelsicherzeugung nicht wettbewerbsfähiger sei als die europäische. In den TTIP-Verhandlungen würden er und seine Kommissionskollegen darauf bestehen, dass die Standards der EU erhalten bleiben. Dazu gehöre auch ganz sicher das Verbot von Wachstumshormonen in der Rindermast. Eine weitere Herzensangelegenheit in den Verhandlungen seien ihm die Geografischen Herkunftsbezeichnungen (GI). Die Amerikaner wüssten, wie wichtig der EU der Schutz der Bezeichnungen ihrer Spezialitäten sei und dass es ohne eine Einigung über die GI kein Abkommen geben werde. Bei Hogan wachsen die Zweifel, ob es unter der Präsidentschaft von Barack Obama überhaupt noch zu einem Abschluss der Verhandlungen kommen wird, wobei er noch nicht einmal die Landwirtschaft als größtes Hindernis für eine Einigung sieht. Die Qualität eines TTIP-Abkommens sei ohnehin wichtiger als ein möglichst rasches Ende der Verhandlungen, betonte Hogan. (Mö)
 
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