Milchpulver

EU bleibt auf Beständen sitzen

7490 t Magermilchpulver aus EU-Beständen wurden nachgefragt. Die gebotenen Preise bewegten sich zwischen 155 €/100kg und 190 €/100kg. Die EU-Kommission hält an einem Mindestpreis von 215,10 €/100 kg fest, den sie schon in der ersten Gebotsrunde im Dezember ausgewiesen hatte.

Seit Jahren im roten Bereich
Seit 2009 veröffentlicht der MEG Milchboard den Milch Marker Index (MMI). Noch nie hat der Index einen kostendeckenden Milchpreis ergeben. Die Erzeugungskosten liegen seit 2012 zwischen 44 und 45 ct/kg. Selbst in den Jahren 2013 und 2014, mit einem durchschnittlichen Milchpreis von knapp 39 ct/kg, wurden die Produktionskosten nur zu 85 Prozent gedeckt.
Damit stehen weiterhin rund 22.000 t Magermilchpulver zum Verkauf an. Das sind 6 Prozent der Gesamtmenge von 354.000 t in der Intervention. Seit der Erholung der Preise werden keinen neuen Mengen angedient. Die nächste Gebotsrunde endet am 7. Februar.

Die EU-Kommission weist darauf hin, dass sie an ihren Forderungen festhalten wird, um das Preisniveau auf dem Markt nicht zu gefährden. Der European Milk Board (EMB) meint dagegen, die Ausschreibung von Interventionsware drücke auf die Marktpreise. Am Rande des EU-Agrarrates will der EMB am kommenden Montag auf seine Kritik an der Intervention mit einer Aktion aufmerksam machen. (Mö)
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