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EU fragt Meinung zur Lebensmittelkette

Die Europäische Kommission will herausfinden, wie fair die Lebensmittelversorgungskette ist und in welchem Maße Markttransparenz gegeben ist. 


Es gibt Hinweise darauf, dass die Wertschöpfung nicht auf allen Stufen der Kette gerecht verteilt ist – besonders nicht für Landwirte und kleinere Unternehmen, heißt es auf der Internetseite der EU-Kommission. „Die Landwirte sind das erste Glied der Kette. Ohne sie gäbe es keine Lebensmittel zu verarbeiten, zu verkaufen und zu verbrauchen. Dabei stellen wir allerdings fest, dass sie häufig noch immer das schwächste Glied in der Kette sind", erklärt Landwirtschaftskommissar Phil Hogan.

Unlautere Handelspraktiken eindämmen

Ein Ungleichgewicht entstehe dadurch, dass zum Beispiel kleinere und somit schwächere Marktteilnehmer über eine schwächere Verhandlungsposition als ihre wirtschaftlich stärkeren und stark konzentrierten Geschäftspartner verfügen. Die EU-Kommission will dem jetzt näher nachgehen und abwägen, ob Maßnahmen zu treffen sind, um unlautere Handelspraktiken einzudämmen. Darüber hinaus möchte die Kommission bewerten, in welchem Maße Markttransparenz entlang der Kette gegeben ist und auf welcher Stufe sie verbessert werden kann. Schließlich befasst sich der Fragebogen damit, wie hoch das Interesse an einer Zusammenarbeit der Erzeuger und an Aufteilung von Marktgewinnen und -verlusten ist. Dies wird in einigen Sektoren wie dem Zuckersektor bereits angewandt.


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