Mercosur-Verhandlungen

EU lenkt bei Rindfleisch ein


Das Thema Rindfleisch soll bei den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem lateinamerikanischen Handelsblock Mercosur zunächst nicht auf der Tagesordnung stehen. Aus Rücksichtnahme gegenüber europäischen Herstellern und um die Verhandlungen nicht gleich von vornherein zu gefährden, sollte dieses sensible Thema bei dem für kommenden Mittwoch geplanten gegenseitigen Austausch von Verhandlungsangeboten zunächst außen vor bleiben, berichtet Agra-Europe.

Frankreich hatte im Agrarrat gefordert, keine Einfuhrkontingente zu gewähren und war damit auf breite Zustimmung gestoßen. Der EU-Dachverband der Bauern- und Genossenschaftsverbände Copa/Cogeca forderte in einem Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Einfuhrkontingente für sensible Agrarprodukte erst am Ende der Verhandlungen mit den Mercosur-Ländern anzubieten.

Die von der EU-Kommission angebotene Marktöffnung könne katastrophale Folgen für die Erzeuger in der EU haben, besonders beim Rindfleisch, betonte Copa-Präsident Martin Merrild. Die EU-Kommission hatte den Mercosur-Ländern bisher ein Einfuhrkontingent für 78.000 t Rindfleisch pro Jahr angeboten. (SB)
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