Bestandsaufnahme

EU senkt Emissionen

Die EU-Kommission hat mit Unterstützung der Europäischen Umweltagentur heute ihren jährlichen Bericht über den Stand der Durchführung der Klimaschutzmaßnahmen herausgegeben. Nach neuesten Schätzungen sind die Treibhausgasemissionen der EU im Jahr 2013 demnach gegenüber 2012 um 1,8 Prozent zurückgegangen. Dies sei der niedrigste Stand seit 1990.

Der Fortschrittsbericht enthält laut EU-Kommission erstmals auch Daten über die Verwendung von Steuereinnahmen aus der Versteigerung von Emissionsrechten (Zertifikaten) im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems (EU-EHS). Diese neue Einnahmenquelle für die EU-Mitgliedstaaten habe 2013 insgesamt 3,6 Mrd. € erbracht. Davon sollen etwa 3,0 Mrd. € für klimaschutz- und energiepolitische Zwecke verwendet werden - ein Betrag, der in der EU-EHS-Richtlinie empfohlen werde.

„Das wir gut auf Kurs sind, unsere Ziele zu erreichen, zeigt, dass Europa bereit ist für den nächsten Schritt - und, besser noch, dass die EU erhebliche Emissionsverringerungen vorzuzeigen hat", erklärt Connie Hedegaard, EU-Kommissarin für Klimapolitik und Energie. Die eingeleiteten Maßnahmen funktionierten.

Deshalb hätten die Staats- und Regierungschefs der EU vergangene Woche beschlossen, das Ziel höher zu stecken und bis 2030 mindestens 40 Prozent zu erreichen. „Dafür werden erhebliche Investitionen erforderlich sein, und es ist ermutigend, dass die Mitgliedstaaten beschlossen haben, den Löwenanteil ihrer derzeitigen Einnahmen aus dem EHS in Klima- und Energieprojekte zu investieren und den Übergang zu einem Kohlendioxid-armen Wirtschaftssystem weiter voranzutreiben", so Hedegaard. (Sz)
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