Schweinemarkt

EU startet Private Lagerhaltung


Die EU-Kommission will den Druck aus dem EU-Markt für Schweinefleisch nehmen. Seit Febrauar 2014 fehlt wegen des Importverbots Russlands der Absatz. Die EU finanziert daher ab sofort wieder die Private Lagerhaltung (PLH). Ziel ist, dass bestimmte Schweinefleisch-Produkte für einen Zeitraum von drei bis fünf Monaten verstärkt zwischengelagert werden. 

EU-Agrarkommisar Phil Hogan hatte im September vergangenen Jahres die Finanzierugshilfe als Teil eines Hilfspaketes von insgesamt 500 Mio. € für die Landwirtschaft angekündigt. Das Programm wird diesmal ebenso für die Lagerung von Schweinefett gelten. „Ich bin mir bewusst, dass die Schweinefleisch-Branche mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat", so Hogan am Montag. Die Preise seien seit seiner Ankündigung im September weiter unter Druck geraten. „Daher hoffe ich, dass diese Maßnahme nun dem Markt hilft."

Hilfe ist umstritten

Genau das bezweifelt aber die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Sie kritisierte im Dezember die PLH als „Steuerverschwendung und Wertevernichtung“. Schon bei der letzten PLH-Runde im vergangenen Frühjahr seien von der EU „17 Millionen Euro in den Sand gesetzt“ worden, erklärte die ISN. Die Maßnahme nutzt nach Ansicht der Interessengemeinschaft vor allem dem Einzelhandel. (mrs)
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