Das Land Nordrhein-Westfalen und die Tierseuchenkasse stellen zum 1. Januar 2016 die Gewährung von Beihilfen für die Kennzeichnung von Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen ein.

Der Grund: Die von Land und Seuchenkasse gemeinsam gewährte Beihilfe unterliegt laut einer Meldung des Landes dem europäischen Beihilferecht – und eine Finanzierung in dieser Form ist mit diesem Beihilferecht nicht vereinbar. Das ergab eine Auswertung der Europäischen Kommission und der Bundesregierung.

Für die Tierhalter heißt das, dass sie ab dem neuen Jahr die Kosten für die Zuteilung von Ohrmarken unmittelbar mit dem Landeskontrollverband NRW (LKV) abrechnen müssen. Der LKV wird die erforderlichen Umstellungsarbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen haben.

Neben Nordrhein-Westfalen gewährt derzeit nur noch Niedersachsen eine Beihilfe für die Tierkennzeichnung. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter werden durch ein gemeinsames Schreiben der Tierseuchenkasse und des Ministeriums unterrichtet. (az)
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