Ursprünglich sollten die Reisebeschränkungen und Vermögenssperren im März auslaufen. Nun gelten sie bis September, teilte die EU-Kommission mit. Die Sanktionen richteten sich gegen 132 Personen und 28 Unternehmen und Organisationen, die für die Destabilisierung der Ukraine und die Verletzung ihrer territorialen Integrität verantwortlich gemacht würden; so haben es gestern die EU-Außenminister in einer Sondersitzung beschlossen.

Zudem solle die Kommission dem Außenministerrat Vorschläge unterbreiten, auf welche weiteren Personen und Unternehmen die Sanktionen ausgedehnt werden könnten. Kommission und Europäischer Auswärtiger Dienst wurden außerdem aufgefordert, Vorbereitungen zu einer raschen und umfassenden Umsetzung des Minsker Abkommens zu treffen.

Die Entscheidungen seien nach einer langen Diskussion einstimmig getroffen worden. Man hoffe, dass dies helfen werde, den Druck insbesondere auf Russland zu erhöhen, um die "richtige Richtung" einzuschlagen und negative Schritte, wie sie in der jüngsten Zeit erlebt wurden, zu vermeiden, verkündete die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini im Anschluss an die Sondersitzung. (az)
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