Die Europäische Kommission hat neue Regeln für die Überwachung von Importen biologischer Erzeugnisse aus Drittstaaten veröffentlicht. Die neuen Vorschriften, die in sechs Monaten in Kraft treten werden, sollen die Rückverfolgbarkeit von Bioprodukten verbessern und Betrugsfälle reduzieren, teilte die EU-Kommission mit. EU-Agrarkommissar Phil Hogan begrüßt die Modernisierung: „Dies ist nicht nur eine beträchtliche Vereinfachung für Unternehmen und somit eine Handelserleichterung, sondern stärkt auch das Vertrauen der Konsumenten in Bio-Produkte."

Die neuen Regeln sollen zudem den Verwaltungsaufwand für Unternehmer und staatliche Stellen verringern, sowie umfassendere statistische Daten über die Einfuhr von biologischen Erzeugnissen in die EU liefern. In der Praxis bedeutet dies, dass zukünftig die elektronischen Kontrollbescheinigungen in das „Trade Control & Expert System" (Traces) eingegeben werden müssen. Traces ist das bestehende System der EU zur Verarbeitung elektronischer Daten, um den Handel von Lebensmitteln in der gesamten EU verfolgen zu können. Das System ist jederzeit zugänglich, und erleichtert Handelspartnern sowie zuständigen Behörden, Informationen zum  Transport ihrer Erzeugnisse zu erhalten und Verwaltungsprozesse zu beschleunigen. Traces erleichtert auch eine schnelle Reaktion auf Gesundheitsbedrohungen, indem die Ladungen verfolgt werden können und das Risikomanagement für abgelehnte Lieferungen erleichtert wird, erklärte die Europäische Kommission.

Die neuen Bestimmungen werden am 19. April 2017 in Kraft treten. Während einer Übergangsfrist von sechs Monaten können sowohl Bescheinigungen auf Papier als auch in elektronischer Form benutzt werden. Ab dem 19. Oktober 2017 wird die Einfuhr von biologischen Erzeugnissen aus Drittländern in die EU nur durch die elektronische Kontrollbescheinigung möglich sein. (AIZ)
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