Ackerbautagung

EU will Risiken im Ackerbau mildern

"Wie können wir die Widerstandskraft der Landwirtschaft gegen Marktschwankungen erhöhen?", lautet eine strategische Frage der Generaldirektion Gemeinsame Marktforschung und Agrarmarktanalyse der Europäischen Kommission. Agrarökonom und Mitglied der Kommission, Jens Schaps, war gestern Referent auf der Ackerbautagung in Berlin. Bei allen Ackerfrüchten habe sich die Preisvolatilität seit 2012 zwar deutlich abgeschwächt, dennoch arbeite man auf Hochtouren, um in wesentlichen Punkten Sicherheit für das Einkommen von Landwirten zu schaffen.

Dazu zählen Preis-, Produktions- und Einkommensrisiko, diese können durch private und öffentliche Maßnahmen gemildert werden. So könnten Finanzinstrumente wie Terminabsprachen, Lieferverträge zwischen Landwirt und Genossenschaft, Markttransparenz und Stellung der Landwirtschaft in der Lebensmittelkette Stabilität bringen. Um die eigene Produktion zu stärken, ließen sich Mengenausfallversicherungen oder Naturkatastrophen-Funds abschließen. Das Einkommen kann der Landwirt mithilfe von Direktzahlungen oder Einkommensversicherungen absichern. Umstritten und heftig debattiert wird jedoch, ob und welche Unterstützung aus der öffentlichen Hand oder privat finanziert werden müssen. (has)
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