Schweinepest

EU will gegen Russland klagen


Die EU-Kommission habe sich um eine außergerichtliche Einigung bemüht, aber das habe zu keinem Ergebnis geführt. Enttäuscht berichtete Ladislav Miko von der Generaldirektion für Verbraucherschutz vom Stand der Verhandlungen.

Russland wolle das Verbot sogar noch ausweiten, betonte der stellvertretende Generaldirektor vor dem Agrarausschuss des Europaparlaments. Jetzt sei nicht nur Schweinefleisch aus Polen vom Importverbot betroffen, sondern auch Fleisch aus anderen EU-Mitgliedstaaten, das lediglich durch Polen transportiert werde, führte Miko aus.

Die EU-Kommission werde Russland vor der Welthandelsorganisation verklagen, weil die Maßnahmen nicht mehr verhältnismäßig seien. Nach russischer Lesart gebe es gar kein Importverbot sondern lediglich ein Problem mit den Ausfuhrzertifikaten der EU. Bei diesen Zertifikaten werde allerdings ständig etwas Neues bemängelt.

Außerdem trage Russland zur weiteren Ausbreitung der Schweinepest bei. In Russland und Weißrussland würden Wildschweine stark bejagt. Nach Ansicht von Miko ist das die falsche Methode. Die Tiere wanderten in neue Reviere um den Jägern auszuweichen und könnten dort die Schweinepest weitertragen. (Mö)
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