Rheinland-Pfalz

EULLa-Anträge jetzt stellen

Die Kreisverwaltungen halten die Antragsformulare vor und erteilen Auskünfte zum Antragsverfahren. „Mit dem Start des EULLa-Antragsverfahrens haben Landwirte die Möglichkeit, eine Förderung für die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte zu erhalten, wenn sie dabei freiwillig zusätzliche Belange des Umwelt- und Naturschutzes sowie des Landschaftserhalts beachten“, teilten Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und Umweltministerin Ulrike Höfken mit, die gemeinsam für das Förderprogramm zuständig sind.

Inhalte des EULLa-Förderprogramms
Über das Programm „EULLa“ (Entwicklung von Umwelt, Landwirtschaft und Landschaft) werden insgesamt 16 Teilmaßnahmen einschließlich der Förderung des ökologischen Landbaus sowie 5 Vertragsnaturschutzmaßnahmen gefördert. Förderanträge können für alle 16 Programmteile gestellt werden:

· Ökologische Wirtschaftsweise im Unternehmen
· Umweltschonende Steil- und Steilstlagenbewirtschaftung
· Anlage von Gewässerrandstreifen
· Anlage von Saum- und Bandstrukturen
· Grünlandbewirtschaftung in den Talauen der Südpfalz
· Alternative Pflanzenschutzverfahren
· Umwandlung von Acker in Grünland
· Beibehaltung von Untersaaten und Zwischenfrüchten über den Winter
· Umweltschonende Grünlandbewirtschaftung im Unternehmen und tiergerechte Haltung auf Grünland
· Biotechnischer Pflanzenschutz im Weinbau
· Vielfältige Kulturen im Ackerbau
· Vertragsnaturschutz Grünland
· Vertragsnaturschutz Kennarten
· Vertragsnaturschutz Acker
· Vertragsnaturschutz Weinberg
· Vertragsnaturschutz Streuobst
Mit EULLa hat Rheinland-Pfalz ein Förderinstrument geschaffen, das wirtschaftliche Aspekte und den Schutz unserer Umwelt und der Biologischen Vielfalt in den Blick nimmt. Gemeinsam mit der Landwirtschaft will das Land etwa die Biotope von Tieren und Pflanzen der Kulturlandschaften erhalten und erweitern. Ein anderer Programmteil ist beispielsweise die Förderung des Ökolandbaus.

Für die 10 landwirtschaftlichen Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) steht für Neuanträge laut Landesangaben 2,5 Mio. € bereit. Für die Vertragsnaturschutzmaßnahmen sind 0,8 Mio. € und für den ökologischen Landbau 1,8 Mio. € vorgesehen. Falls die eingehenden Anträge das Volumen überschreiten sollten, greifen die neu festgelegten Auswahlkriterien. „Bei einer zu hohen Anzahl von Förderanträgen werden wir anstelle eines „Windhundverfahrens“ mittels transparenter Kriterien eine faire Auswahl sicherstellen und garantieren, dass die verfügbaren Mittel bestmöglich eingesetzt werden“, so Höfken und Dr. Wissing.

Fragen zum Programm können mit den Beraterinnen und Beratern der Dienstleistungszentren für den ländlichen Raum (DLR) oder für Naturschutz besprochen werden. Zusätzlich werden in einigen Regionen Informationsveranstaltungen stattfinden, die Termine werden noch bekannt gegeben. Über Einzelheiten zu den Programteilen können sich Interessenten im Internetseite informieren. (mrs)
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