Die Gärtner der Rostock Obst GmbH haben jetzt einen neuen Arbeitgeber: Edeka. Auf der Homepage der "Evershäger Obstplantagen" findet sich zwar noch kein Hinweis. Wie Deutschlands umsatzstärkster Lebensmittelhändler nach Recherchen von Lebensmittelzeitung.net bestätigt, befinden sich die Plantagen aber bereits in Edeka-Eigentum. Schon die Äpfel, die noch an den Bäumen hängen, sollen in vollem Umfang an den Händler beziehungsweise an dessen hauseigenen Saftproduzenten gehen. 

Edeka verfolgt mit dem Kauf  eine klare Strategie. Das Manöver gilt vor allem der Absicherung der volatilen Warenströme, analysiert lebensmittelzeitung.net. Dieses Ziel verfolgt die Gruppe schon seit einigen Jahren. Insbesondere in Bereichen, in denen der Einkauf mit hoher Konzentration auf Lieferantenseite konfrontiert ist, prüft die Gruppe fortwährend, ob sich die Eigenproduktion lohnen könnte. Das hat etwa dazu geführt, dass Edeka kürzlich bei der Molkerei AMK eingestiegen ist. Zuvor war aus identischen Überlegungen heraus im Jahr 2013 die Akquisition des Saftgeschäfts erfolgt.

Sowohl Aufsichtsratschef Adolf Scheck als auch sein Nachfolger Uwe Kohler unterstützen die Ambitionen von Edeka-Vorstandschef Markus Mosa auf diesem Feld.  (az)
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