Verordnungsentwurf

Eierbranche gegen Tierschutz-TÜV


Die deutschen Legehennenhalter wehren sich gegen die politischen Pläne zu einem „Tierschutz-TÜV“, wonach Stalleinrichtungen für Legehennen, Junghennen und Elterntiere künftig einer obligatorischen Bauartzulassung unterworfen werden sollen. Durch die alleinige Geltung für den Bereich der Eierwirtschaft erwecke der Verordnungsentwurf den Eindruck, die Legehennenhaltung in Deutschland sei nicht tierschutzkonform, kritisiert der Bundesverband Deutsches Ei (BDE). In der am vergangenen Freitag von den Mitgliedern des BDE verabschiedeten „Hamburger Erklärung“ heißt es wörtlich: „Politischer Aktionismus zielt ausgerechnet auf eine Branche, die in den letzten Jahren einen grundlegenden Wandel zu tiergerechten Haltungsformen vollzogen hat.“

Ende August hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den Entwurf einer Verordnung über die Prüfung und Bauartzulassung serienmäßig hergestellter Stalleinrichtungen zum Halten von Hennen („Tierschutz-TÜV“) vorgelegt. Demzufolge sollen Stalleinrichtungen für den Legehennen-Bereich einer obligatorischen Überprüfung unterzogen werden. Dabei werde kontrolliert, ob sie die gesetzlichen Anforderungen an eine tiergerechte Haltung nach dem jeweiligen Stand von Wissenschaft und Technik erfüllen. (SB)
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