Reaktion

Eil-Verordnung zum Schutz vor Geflügelpest


Gänse und auch Enten müssen untersucht werden
-- , Foto: Alexandra H./Pixelio
Gänse und auch Enten müssen untersucht werden

In der heute unterzeichneten Eilverordnung verpflichtet Schmidt alle Halter von Enten und Gänsen, die Tierbestände auf das Vorliegen von Geflügelpest zu untersuchen. Nur bei einem negativen Testergebnis dürfen die Tiere transportiert und geschlachtet werden.

Zum Zeitpunkt der Verbringung darf die Probenahme nicht länger als sieben Tage zurückliegen. Die Verordnung tritt am Dienstag um 0.00 Uhr in Kraft und gilt bundesweit bis zum 31. März 2015. Die Verbände der Geflügelwirtschaft hatten dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) den Angaben zufolge bereits am Wochenende zugesichert, die geplante Untersuchungsverpflichtung sofort umzusetzen.

„Enten und Gänse zeigen im Gegensatz zu Puten und Hühnern keine Anzeichen einer Erkrankung, wenn sie sich mit dem hoch ansteckenden Erreger H5N8 infiziert haben. Das Risiko, dass unerkannt infizierte Tiere transportiert werden und die Seuche über Fahrzeug- und Personenkontakte weiter verbreitet werden kann, ist deshalb hoch", erläutert der Minister. „Diese Maßnahme dient dem Schutz unserer Tierbestände", so Schmidt weiter.

In der vergangenen Woche war der Geflügelpest-Erreger zunächst in einem niedersächsischen Putenmastbetrieb nachgewiesen worden und danach in einem Entenmastbetrieb, ebenfalls in Niedersachsen. Zwischen den beiden Betrieben bestand laut BMEL kein Kontakt.

Experten gehen bisher davon aus, dass die wahrscheinlichste Ursachen für die Verbreitung des Erregers Zugvögel sind. Wie der Erreger in die Nutztierbestände gelangt ist, ist noch Gegenstand der laufenden Untersuchungen. (Sz)
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