Liquiditätshilfe

Eilverordnung tritt in Kraft

Maximal 10.000 € beträgt der Zuschuss.
-- , Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Maximal 10.000 € beträgt der Zuschuss.

Das Liquiditätshilfeprogramm für Erzeuger wird noch in dieser Woche in Kraft treten. Für Donnerstag ist eine Veröffentlichung der Eilverordnung im Bundesanzeiger geplant, am Freitag könne sie dann in Kraft treten, erfuhr agrarzeitung.de aus dem Umfeld des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL).

Mit dem Programm will das BMEL Erzeugern unter die Arme greifen, die von der Marktkrise bei Fleisch und Milch betroffen sind. Landwirte können die Liquiditätshilfen bis zum 18. Dezember 2015 bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beantragen. Insgesamt stehen rund 70 Mio. € aus dem Brüsseler Hilfspaket für Landwirte zur Verfügung.

Im Rahmen des Programms können Tierhalter Zuschüsse auf ein Liquiditätsdarlehen ihrer Bank beantragen. Gezahlt werden bis zu 10 Prozent des Darlehensbetrags und maximal 10.000 € pro Darlehen und Betrieb. Das Programm steht Milch- und Fleischerzeugern offen, die bereits ein Darlehen zur Liquiditätssicherung aufgenommen haben. Milcherzeuger müssen dieses nach dem 31. März 2015 aufgenommen haben, Fleischerzeuger nach dem 31. Dezember 2014.

Außerdem stehen die Antragssteller in der Pflicht, einen Rückgang des durchschnittlichen Erzeugerpreises von mindestens 19 Prozent gegenüber einem festgelegten Vergleichszeitraum nachzuweisen. Bei Milcherzeugern wird das zweite Quartal 2015 mit dem zweiten Quartal 2014 verglichen, bei Fleischerzeugern der Zeitraum Januar bis September 2015 und Januar bis September 2013.

Das BMEL plant zunächst, ein Antragsverfahren durchzuführen. Sollten danach noch Mittel in Höhe von mindestens 1 Mio. € zur Verfügung stehen, kann auch eine zweite Runde folgen. (pio)
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