Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) gab die Studie in Auftrag. Einer der Autoren, Professor von Witzke von der Humboldt Universität zu Berlin erklärte bei der Präsentation der Studie in der vergangenen Woche, dass es außer Frage stehe, dass auch Biokraftstoffe die Nachfragen nach Agrarprodukten erhöhen.

Um die tatsächlichen Auswirkungen der Biokrafterzeugung und deren Verbrauch zu bestimmen, müsse noch weiter geforscht werden. Es sei aber schon offensichtlich, dass der Effekt der Biokraftstoffe auf Preise und die Beanspruchung von Ressourcen vergleichsweise gering sei. Ausschlaggebend für die aktuelle Entwicklung seien andere Variablen wie steigende Energiepreise, so von Witzke.

Es zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Ergebnissen wissenschaftlicher Arbeiten und den Veröffentlichungen verschiedener Nichtregierungsorganisationen. Steffen Noleppa, der zweite Verfasser der Studie, sprach von „selektiver Informationspolitik“ die das Thema oft nur partiell beleuchte.

Dietrich Klein, Geschäftsführer des BDBe begrüßte das Ergebnis der Studie: „Es ist zu hoffen, dass die Studie zur dringend erforderlichen Versachlichung der öffentlichen Debatte führt."

Die Studie “Biofuels: Agricultural commodity prices, food security, and resource use” im Orginal. (az)
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