Sondierungsgespräche

Einigkeit herrscht nur beim Tierschutz


Die CDU will den bäuerlichen Betrieben in Deutschland Einkommen und Exisitenz sichern. Das sagte heute morgen Julia Klöchner (CDU) im ARD-Morgenmagazin. Die ehemalige Staatssekretärin im Bundesagrarministerium war Teilnehmerin der Sondierungsgespräche zu Landwirtschaft und Verbraucherschutz in dieser Woche in Berlin. Klöckner machte noch einmal auf die unterschiedlichen Interpretationen von CDU, CSU, FDP und den Grünen über das gemeinsam veröffentlichte Papier zu den Ergebnissen der Sondierungsgespräche zur Landwirtschaft am Donnerstag aufmerksam. Für mehr Tierwohl und einen geringeren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sprechen sich alle Parteien aus. 
 Sicher beschäftigen sich die Bürger mit gesunder Ernährung, sagte Klöckner. Doch dürften die landwirtschaftlichen Betriebe nicht wegen ihrer konventionellen Produktionsmethoden diskriminiert werden. Um neue Wege zu gehen, brauche Landwirtschaft mehr Agrarforschung sowie technische Innovationen. Schließlich müssten die Landwirte von ihren Einkommen leben können. 


Weiterhin gibt es keine Einigung zur Klimapolitik in den Sondierungsrunden. Erstmals wird eine kleine Arbeitsgruppe das Thema sondieren. Am Montag beginnt in Bonn die UN-Klimaschutzkonferenz. Etwa 25.000 Teilnehmer diskutieren 14 Tage über die Einhaltung der Weltklimaziele. Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfte es schwerfallen, von Erfolgen in der deutschen Klimapolitik zu berichten. Ob Deutschland das 20:20-Klimaziel erreichen wird und im Jahr 2020 um 20 Prozent die schädlichen Klimagase reduziert, ist fraglich. (da)
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