Biokraftstoffe

Einigung in Sicht


Über den Inhalt des Kompromisses ist bisher wenig bekannt gegeben worden. Wahrscheinlich wurde darin das umstrittene Konzept über die indirekten Landnutzungsänderungen (iluc) von Biokraftstoffen deutlich abgeschwächt. Eine knappe Mehrheit im EP-Umweltausschuss hatte gefordert, konventionelle Biokraftstoffe ab 2020 mit iluc-Faktoren bindend zu gewichten. Dies hätte wahrscheinlich das „Aus" für Biodiesel und Bioethanol aus pflanzlichen Rohstoffen bedeutet. Die EU-Mitgliedstaaten lehnen dagegen die iluc-Faktoren als bindenden Bestandteil der Gesetzgebung ab und fordern die EU-Kommission lediglich zur Berichterstattung über mögliche Landnutzungsänderungen auf. Es wird vermutet, dass sich der Kompromiss der lettischen EU-Ratspräsidentschaft deutlich in Richtung der EU-Mitgliedstaaten bewegt. Aber bevor sich das Parlament nicht über den Kompromiss äußert, will die EU-Ratspräsidentschaft keine Einzelheiten benennen. Akzeptiert das EP den Kompromiss, ist kein weiterer Trilog mehr notwendig. (Mö)
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