„Tierschutz darf nicht länger der reinen Wirtschaftlichkeit untergeordnet werden. Eine landwirtschaftliche Produktionsform bei der die Hälfte der Jungtiere systembedingt getötet wird, ist völlig inakzeptabel.“, machte Priska Hinz (Grüne) deutlich.

Da die männlichen Küken der Legelinien nur wenig Fleisch ansetzen, werden sie routinemäßig gleich nach dem Schlupf aussortiert und getötet. „Damit muss Schluss sein!“, so Priska Hinz. In Deutschland werden etwa 40 Millionen männliche Eintagsküken pro Jahr nach dem Schlupf aussortiert und getötet, berichtet die Ministerin.

Ein konkretes Datum könne derzeit nicht genannt werden, so ein Sprecher des Ministeriums gegenüber der agrarzeitung (az).  In Hessen steht eine der größten Brütereien Deutschlands, wo 15 Millionen männlicher Küken pro Jahr schlüpfen. Die jetzt verschickte Verfügung verpflichtet eine technische Alternative zur Bestimmung des Geschlechts der ungelegten Küken zu installieren. Hessische Unternehmen sowie die Universität Leipzig haben an solchen Methoden bereits geforscht. (az)
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