Umweltbundesamt

Emissionen müssen sinken


Mit moderner Technik können die Emissionen beim Ausbringen der Gülle deutlich reduziert werden.
-- , Foto: Kotte Landtechnik
Mit moderner Technik können die Emissionen beim Ausbringen der Gülle deutlich reduziert werden.

Unter anderem fordert das Umweltbundesamt (UBA) in seiner Studie „Umweltbelastende Stoffeinträge aus der Landwirtschaft“, eine wirksame Begrenzung der Nährstoffüberschüsse, eine Flächenbindung der Tierhaltung, Verbesserungen beim Stallmanagement sowie die emissionsarme Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdüngern. Reduziert werden soll zudem der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Ackerbau und von Antibiotika in der Tierhaltung. Notwendig seien strengere gesetzliche Regelungen und schärfere Kontrollen. Um die Landwirte zu motivieren ihre Betriebe auf Ökolandbau umzustellen, empfiehlt das UBA stärkere finanzielle Anreize zu bieten.

Artenverlust nicht gestoppt

Während in den vergangenen 30 Jahren die meisten Branchen durch Innovation und technischen Fortschritt große Erfolge bei der Reduzierung der Stoffeinträge in die Umwelt erreicht hätten, zeigten sich bei den landwirtschaftlichen Emissionen nur geringe Verbesserungen, stellt das UBA fest. Nachhaltigkeitsindikatoren für die Landwirtschaft, wie zum Beispiel der Stickstoffbilanzüberschuss und der Pflanzenschutzmittelabsatz, verharrten seit Jahren auf einem hohen Niveau und zeigten – wenn überhaupt – nur geringe Verbesserungen. Noch schlechter sehe die Bilanz beim Schutz der Biodiversität aus. Der für 2010 angestrebte Stopp beim Artenverlust konnte nicht erreicht werden. Auch hier sieht das UBA die Landwirtschaft als Hauptursache an. Sie sei dafür verantwortlich, dass rechtlich verbindliche Umweltqualitätsziele nicht erreicht wurden.

Ökolandbau vermeidet Nährstoffüberschüsse

Mit der Umstellung auf den ökologischen Landbau könne eine wesentliche Verminderung der Emissionen erreicht werden. Der Verzicht auf mineralische Stickstoffdüngemittel und die Flächenbindung der Tierhaltung ermöglichten nahezu geschlossene Nährstoffkreisläufe. Nährstoffüberschüsse durch Futtermittelzukauf und Mineraldüngereinsatz würden weitgehend vermieden. Das schone vor allem die Oberflächengewässer und das Grundwasser, die bei ökologischer Bewirtschaftung weniger stark durch ausgetragene Nährstoffe gefährdet seien als im konventionellen Landbau, heißt es in der Studie.

Als ein Hemmnis für die Ausweitung des Ökolandbaus sieht das UBA die hohe staatliche Förderung des Energiepflanzenanbaus. Dadurch seien die Pachtpreise deutlich gestiegen. In Regionan mit vielen Biogasanlagen und hohen Pachtpreisen sei der Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen unterdurchschnittlich, stellt das UBA fest. (SB)
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