Die Vorsorge vor Hochwasser betrifft auch die Landwirtschaft. Eine landwirtschaftliche Nutzung muss weiter möglich sein. Heute beraten in Berlin bei ihrer Sondersitzung die Umweltminister von Bund und Länder verschiedene Aktionsprogramme zum Hochwasserschutz. Bereits am Freitag haben die Agrarminister von Bund und Länder bei ihrer Herbstkonferenz in Würzburg eine Entschließung zum Hochwasserschutz verabschiedet. 

Die Länderminister pochen darauf, dass wenn landwirtschaftliche Flächen beeinträchtigt würden, seien diese zu entschädigen. Die Agrarminister beauftragten eine Bund Länder Arbeitsgruppe, um Lösungsansätze zu erarbeiten. Unstrittig ist, dass die Umsetzung von Hochwassermaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen möglich ist. Darin müssten die Eigentümer früh in die Planungen einbezogen werden und deren Interessen berücksichtigt werden.

Zusätzliches Geld für GAK

Die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) könnte ein Finanzierungsinstrument für Hochwasserschutz sein. Allerdings wollen die Agrarminister dafür zusätzliches Geld vom Bund. Sonst würden Mittel aus dem GAK abgezogen werden, die dann nicht mehr für die Förderung des ländlichen Raums zur Verfügung stünden.
 
Die Länder Bayern, Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sie sprechen sich dafür aus, dsas die hochwasserschutzgerechte Bewirtschaftung von Ackerland in Überschwemmungsgebieten bei der nationalen Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) als Greening-Maßnahme anerkannt werde. (da) 
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