Glyphosat

Entscheidung am Jahresende

Die EU-Kommission will damit ihren vollen Zeitspielraum nutzen, der ihr durch das jüngste Gutachten der Europäischen Chemikalienagentur (Echa) gegeben ist. Zwischenzeitlich stand bereits eine weitere Debatte und mögliche Abstimmung im zuständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (PAFF-Ausschuss) am 4. Oktober im Raum. Jetzt will sich die EU-Kommission mehr Zeit lassen, zumal der 4. Oktober schlecht zu den Wahlen in Deutschland passt.

Der EU-Verbraucherkommissar setzt die EU-Mitgliedstaaten erheblich unter Druck. Er will Glyphosat nur dann um 10 Jahre verlängern, wenn eine qualifizierte Mehrheit dem Vorgehen zustimmt. Da Frankreich seine Ablehnung bekräftigt und Deutschland sich mit seiner großen Koalition bisher enthalten hat, ist die qualifizierte Mehrheit unter den EU-Mitgliedstaaten noch nicht abzusehen. (Mö)
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