Düngeverordnung

Entwurf vor Weihnachten erwartet


Die Düngeverordnung sorgt weiter für Unsicherheit. Die deutschen Mühlen seien unbedingt auf ausreichende Mengen an Qualitätsweizen mit Proteingehalten von 13 bis 13,5 Prozent angewiesen, so der Sprecher des Vorstands des VDM, Michael Gutting. Dazu sei die Möglichkeit einer ausreichenden Stickstoffdüngung auf den entsprechenden Anbauflächen unverzichtbar, so Gutting aus Anlass eines Fachgesprächs des VDM am Dienstag in Berlin.

Die Mühlen vertrauen darauf, dass eine angepasste Lösungen für Standorte mit Qualitätsweizenanbau gefunden werden, hieß es weiter. Eindeutig abgelehnt werde eine strikte Obergrenze für die N-Düngung in ganz Deutschland. Ebenso würden die im Verlauf der vergangenen Diskussionen erwogene Länderöffnungsklauseln keine Lösung sein, sondern das Problem eventuell sogar noch verschärfen, sagte er.

Der VDM erwartet, dass der neue zwischen BMEL und Bundesumweltministerium (BMU) abgestimmte Vorschlag noch vor Weihnachten der EU zur Notifizierung eingereicht wird. Somit könnte die neue Düngeverordnung ab Anfang 2016 in das parlamentarische Abstimmungsverfahren gelangen. Offen bleibe dabei, ob sie bereits für die nächste Aussaat des Winterweizens 2016 zur Anwendung kommen werde. (jst)
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