Geflügelpest

Erneut Puten in Oldenburg infiziert

Im Landkreis Oldenburg gibt einen neuen Geflügelpest-Fall. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) bestätigte den Verdacht auf das Vogelgrippevirus H5 am Mittwochabend. Betroffen ist ein weiterer Putenbestand in Hude mit insgesamt 13.500 Tieren. Die Tötung des Bestandes erfolgt, teilte das Laves mit.

Rätseln über Übertragungswege

In Niedersachsen sind die Bestände der zuletzt betroffenen Tierhaltungen geräumt. In den errichteten Sperrbezirken wurden bisher keine weiteren Fälle von Vogelgrippe nachgewiesen. Unklar ist weiter, wie sich die Puten angesteckt haben. „Wir gehen allen möglichen Übertragungswegen nach“, sagte Minister Meyer am Donnerstag bei einem Besuch des Laves in Oldenburg. „Gerade weil wir bisher nicht wissen, wie das Virus in die Ställe gelangt, sind die Biosicherheitsmaßnahmen so wichtig. Die Tierhalter müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie mit deren Einhaltung nicht nur ihre Tiere, sondern womöglich auch ganze Regionen vor der Vogelgrippe bewahren können", so Meyer.

Bisher sechs Geflügeelbetriebe betroffen

Im Laves wurden während des aktuellen Seuchengeschehens bisher mehr als 7.200 Proben von Hausgeflügel und 670 Proben von Wildvögeln untersucht. Seit dem ersten Fall Mitte November im Landkreis Peine wurden in Niedersachsen insgesamt 17 Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln nachgewiesen, diese sind fast über das ganze Landesgebiet verteilt. Bei Nutzgeflügel wurde das Virus H5N8 bisher in sechs kommerziellen Geflügelhaltungen sowie in einem Kleinstbetrieb bestätigt. 178.000 Tiere mussten gekeult werden. Wegen der Vogelgrippe besteht inzwischen eine Stallpflicht für Geflügel in ganz Niedersachsen, erklärte Meyer. Auch der letzte Landkreis habe eine Aufstallung angeordnet. (SB)
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