Staatliches Tierwohllabel

Erste Kriterien liegen vor

Mehr Platz für die Tiere - dies ist eines der Hauptkriterien des angekündigten staatlichen Tierwohllabels. Erste Kriterien für das im Januar 2017 angekündigte Label gab Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in dieser Woche bekannt.

Das Label werde für zwei Stufen konzipiert sagte Schmidt. Im ersten Schritt werde eine Eingangsstufe definiert, eine Premiumstufe werde daran anschließen. Das zunächst nur für den Bereich Schweinefleisch entwickelte Label soll nach erfolgreicher Einführung auf andere Produktsegmente ausgeweitet werden.

Deutlich höhere Produktionskosten

Ein im Mittel um 30 Prozent größeres  Platzangebot soll laut Kriterienkatalog den Tieren zur Verfügung stehen. In erster Linie daraus ergeben sich für die Erzeuger deutlich höhere Produktionskosten. Nach bisherigen Kalkulationen sei für die Verbraucher mit Preisaufschlägen von 20 Prozent zu rechnen.

Die gesetzliche Grundlage für das staatliche Tierwohllabel soll noch in der laufenden Legislaturperiode geschaffen werden. Wenn alles optimal laufe, könnten im Jahr 2018 bereits die ersten Erzeugerbetriebe zertifiziert werden, erklärte Schmidt. (jst)
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