Am frühen Morgen habe man einem männlichen Jährling in der Nähe des Truppenübungsplatzes Munster per Halsband besendert, sagte der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen). „Die Besenderung hilft uns, bei einem möglicherweise auffallendem Verhalten schneller mit geeigneten Verbrämungsmaßnahmen zu reagieren.“

Der Sender informiert in regelmäßigen Abständen, wo sich der männliche Jährling aufhält. Ziel sei es, die Wölfe auf Abstand zum Menschen zu halten, sagte Wenzel. Seitdem das Wolfsrudel in Munster, eine Kleinstadt fast genau zwischen Hamburg und Hannover, öfter in Menschennähe gesehen wurde, hatten die Landesjägerschaft Niedersachsen und das Umweltministerium die Überwachung intensiviert. In Zukunft sollen möglichst viele Mitglieder des Rudels mit Sendern versehen werden.

Inzwischen gibt es in ganz Deutschland über 30 Wolfsfamilien. Die Bundesregierung plant mehrere Aktionen, um das Reizthema Wolf in der Bevölkerung zu entschärfen. (az)
stats