Nordosten

Erster Wolfsangriff auf Rind

Genetische Untersuchungen hätten ergeben, dass eine Färse Ende Oktober bei Niendorf an der Rögnitz (Ludwigslust- Parchim) durch einen Wolf schwer verletzt wurde, teilt das Agrarministerium mit. Der betroffene Tierhalter könnte damit Ausgleichszahlungen erhalten.

Wegen der schweren Biss- und Kratzverletzungen musste das Rind getötet werden. Agrarminister Till Backhaus (SPD) nimmt den Angriff zum Anlass, erneut eine Debatte über den Umgang mit dem Wolf anzuschieben. Auf seine Initiative hin soll der künftige Umgang mit dem geschützten Raubtier Ende November wieder Thema auf der Umweltministerkonferenz in Berlin sein.

Bei dem angegriffenen Tier in Niendorf handelt es sich um den ersten genetischen Nachweis einer Wolfattacke. Experten gehen davon aus, dass Angriffe auf Rinder Einzelfälle sind, da sich die Tiere grundsätzlich zur Wehr setzen. In Mecklenburg-Vorpommern soll es mittlerweile etwa 50 Wölfe geben. (Sz)
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