Milchmarkt

Erzeuger lassen Muskeln spielen

Sachsens Milcherzeuger sollten die aktuelle Entspannung bei den Milchpreisen nutzen, um ihre Marktposition zu stärken und die Lieferbeziehungen anzupassen, sagt Sachsens Agrarminister Thomas Schmidt (CDU) nach einem Treffen mit Milcherzeugern am Mittwoch in Dresden. „Zwar sind die Zeiten ruinöser Preise zunächst vorbei“, so der Minister. „Doch wir wissen, dass es auch in Zukunft immer wieder erhebliche Marktschwankungen geben wird. Um die negativen Auswirkungen auf die Milchpreise künftig zu minimieren, sind jetzt entsprechende Instrumente und Regelungen zu entwickeln, die die Planungssicherheit von Erzeugern und Molkereien verbessern.“ Schmidt verweist auf die Instrumente wie das EU-Milchreduzierungsprogramm, dass sich während der Milchkrise vor zwei Jahren gute Wirkungen gezeigt habe. Diese wolle er jederzeit wieder einsetzen.

Der CDU-Agrarminister will sich bei der Agrarministerkonferenz in der kommenden Woche dafür einsetzen, dass der Bund in Brüssel darauf drängt, die Interventionslager mit Magermilchpulver schnellstmöglich zu räumen, um Vorsorge zu treffen. (da)

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