TTIP

Europa bemüht sich um die USA

Es gebe zu viele unterschiedliche Ansichten über die Handelsbeziehungen, hielt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nach seinem ersten Treffen mit US-Präsident Donald Trump fest. Eine Delegation der EU-Kommission und aus dem Mitarbeitern von Trump sollen sich deshalb treffen, die Probleme benennen und einen gemeinsamen Weg ausloten. Die USA fordern ein „faires" Abkommen ein und meinen damit, dass die USA daraus wirtschaftliche Vorteile ziehen müssten.

Auf EU Seite wird inzwischen auch betont, ein Handelsabkommen müsse beiden Seiten zu Gute kommen. Die USA haben ein großes Interesse daran, mehr Rindfleisch in die EU auszuführen. Sollte die EU den US-Amerikanern nachgeben, um TTIP wiederzubeleben, könnte dies eine umfangreiche Öffnung des EU-Rindermarktes bedeuten. Trump verschlechterte während seines Europabesuchs die Atmosphäre mit seiner Kritik an dem deutschen Handelsüberschuss. EU-Kommissionspräsident Juncker erwiderte auf dem G-7 Treffen in Taormina, die USA sollten nicht Deutschland, sondern die gesamte EU als Handelspartner betrachten. Dann spielten die deutschen Handelsüberschüsse kaum noch eine Rolle. Es wird erwartet, dass sich die Staatschefs der G-7, also auch Trump, in der Abschlusserklärung für einen möglichst freien und fairen Handel aussprechen werden. (Mö)
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