EEG-Umlage

Experten erwarten Anstieg


In zwei Tagen wollen die vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland die Höhe der Umlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien im kommenden Jahr vermelden. Derzeit zahlen die Stromverbraucher 6,17 Cent/Kilowattstunde (kWh). Die regenerative Energiebranche rechnet mit einem leichten Anstieg dieser Umlage, obwohl das Gesamtguthaben auf dem dafür eingerichteten Umlagekonto mehr als 2,5 Mrd. € beträgt, so das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster.

Vor einem Jahr ist die Umlage gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erstmals seit Beginn dieser Umlage-Finanzierung nicht angestiegen. Sie sank von 6,24 Cent/kWh für 2014 auf 6,17 Cent/kWh. Mit Blick auf 2016 gehe der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) davon aus, dass die Umlage etwa 6,2 bis 6,5 Cent/kWh betragen werde.

Für die Kalkulation der Umlage werden nach IWR-Angaben zahlreiche unsichere, zukunftsbezogene Annahmen getroffen. Der EEG-Kontostand sei dabei einer von vielen Faktoren. Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien, die zukünftige Entwicklung des Börsen-Strompreises oder der Umfang der Industrieprivilegien spielten beispielsweise ebenfalls eine wichtige Rolle. Nach Einschätzung des BEE beeinflussen die Industrieprivilegien zusammen mit den fallenden Börsenstrompreisen am stärksten die Höhe der EEG-Umlage. (Sz)
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