Ökolandbau

Experten suchen Zukunftsstrategien


Die Bundesregierung verfolgt mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel, die ökologische Landwirtschaft in Deutschland zu stärken. Im Rahmen der Biofach 2015 hatte Bundesminister Schmidt angekündigt, gemeinsam mit der Biobranche eine Zukunftsstrategie für den ökologischen Landbau zu erarbeiten. Zu einer ersten großen Diskussionsveranstaltung treffen sich morgen Vertreter der Branche, Politiker und Mitarbeiter von Behörden. Zu der Konferenz hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) in seinen berliner Amtssitz eingeladen. Zu Beginn wird neben dem Bundesminister Dr. Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), seine Vorstellungen darstellen.

Mit dieser „Kick-Off-Veranstaltung“ soll der Prozess zur Entwicklung einer Zukunftsstrategie für den Ökologischen Landbau beginnen, teilt das Ministerium mit. Ziel sei ein schnelleres Wachstum des Ökolandbaus „In der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung wollen wir mittelfristig 20 Prozent Ökoflächen-Anteil“, erklärte Schmidt im Vorfeld der Veranstaltung.

Einen Zuwachs beim Ökolandbau verzeichnet Bayern. Die Zahl der Öko-Betriebe stieg dort seit Jahresbeginn um 600 auf 13.700. Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) sieht darin einen Erfolg des 2013 initiierten Landesprogramms „BioRegio Bayern 2020“. Auch Baden-Württemberg will den Ökolandbau stärker unterstützen. Vor allem in der Umstellungsphase gibt es deutlich mehr Geld als bisher. „Damit erleichtert das Land den Betrieben den Umstieg in den Ökolandbau“, so Agrarminister Alexander Bonde (Grüne) am Wochenende beim landesweiten Öko-Aktionstag in Freiburg. (SB)
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