Exporte von Lebensmitteln, wie über den Hamburger Hafen, sorgen in der europäischen Agrarwirtschaft für eine höhere Wertschöpfung.
-- , Foto: Waltraud Strobel/pixelio
Exporte von Lebensmitteln, wie über den Hamburger Hafen, sorgen in der europäischen Agrarwirtschaft für eine höhere Wertschöpfung.

Mit den Abkommen sind auch Arbeitsplätze in der Agrar- und Ernährungswirtschaft gesichert worden, zeigt eine am Montag veröffentlichte unabhängige Studie, die die Europäische Kommission in Auftrag gegeben hat. Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, erklärte: „Allein durch diese drei Abkommen wurde das Ausfuhrvolumen des EU-Agrar- und Ernährungssektors um mehr als 1 Mrd. € und die Wertschöpfung in dem Sektor um 600 Mio. € gesteigert." In der Studie werden auch Möglichkeiten zum weiteren Abbau von Zöllen und Handelsschranken in der EU-Ernährungswirtschaft aufgezeigt. Diese werden jetzt bei den Verhandlungen zur Aktualisierung des Handelsabkommens zwischen der EU und Mexiko angegangen.

Mit dem im Jahr 2000 geschlossenen Abkommen zwischen der EU und Mexiko konnte das EU-Ausfuhrvolumen an Lebensmitteln im Jahr 2013, drei Jahre nach Beseitigung aller Handelsschranken, um 105 Mio. € gesteigert werden. Die Einfuhren stiegen um 316 Mio. €. Mit dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea konnten die EU-Ausfuhren an Agrar- und Lebensmittelerzeugnissen im Jahr 2015 bereits um 439 Mio. € gesteigert werden, obwohl dieses Abkommen noch nicht vollständig umgesetzt war. Die zusätzlichen Einfuhren im Wert von 116 Mio. € im selben Jahr setzten sich hauptsächlich aus verarbeiteten Lebensmitteln und Getränken zusammen. Die Handelsabkommen über unverarbeitete und verarbeitete Agrarerzeugnisse zwischen der EU und der Schweiz trugen im Jahr 2010, drei Jahre nach ihrer vollständigen Umsetzung, mit insgesamt 532 Mio. € zum Ausfuhrvolumen der EU in diesem Sektor bei. (az)
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