Um die globale Ernährung zu sichern, müssen sich die Politiker einer breiten Palette an nachhaltigen Lösungen öffnen. Diese Forderung stellte José Graziano da Silva, Direktor der Welternährungsorganisation FAO, bei der Tagung des Landwirtschaftsausschuss der FAO (COAG) in Rom.

Da Silva fordert Alternativen wie ökologische Landwirtschaft genauso in Betracht zu ziehen wie Biotechnologie und den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen. Insgesamt müsse die Landwirtschaft weltweit nachhaltiger werden, damit im Jahr 2050 die Nahrungsmittelproduktion um 60 Prozent wachsen könne.

Dies sei nötig um die Weltbevölkerung von dann 9 Milliarden Menschen zu ernähren. "Wir müssen diese Alternativen erkunden und zwar mit einem integrativen Ansatz, der auf Wissenschaft und Beweise, und nicht auf Ideologien fußt", betonte da Silva in Rom. Da Silva bat den Ausschuss auch die Bedeutung der bäuerlichen Familienbetriebe zu berücksichtigen.

Der Landwirtschaftsausschuss COAG ist ein Beratungsgremium der FAO und trifft sich alle zwei Jahre. Zentrale Themen, die in dieser Woche diskutiert werden, sind Wasser-Richtlinien, Tierkrankheiten, Bodenmanagement und Lebensmittelsicherheit. (hed)
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