Degradation

FAO macht Druck für mehr Bodenschutz

Eine Reihe von Aktionsplänen fordert die Vereinigung Global Soil Partnership, die zur UN-Landwirtschaftsorganisation FAO gehört und staatliche sowie nicht-staatliche Akteure zusammenbringt. Nach einer Zusammenstellung der Organisation sind weltweit etwa ein Drittel der Böden durch Erosion, Nährstoffabbau, Versauerung, Versalzung, Verdichtung oder chemische Verschmutzung stark beeinträchtigt.

Und das Problem verschärft sich. „Die aktuelle Eskalationsrate von Bodendegradation bedroht die Fähigkeit künftiger Generationen, ihre Bedürfnisse zu erfüllen", warnte Maria Helena Semedo, stellvertretende Generaldirektorin der FAO, bei einem dreitägigen Treffen der Global Soil Partnership in der vorigen Woche in Rom. Denn Böden seien leicht zu verlieren, aber schwer wieder herzustellen. Damit ginge auch zunehmend die Grundlage für die Lebensmittel-, Futtermittel-, Kraftstoff- und Faserproduktion verloren.

Um die Aufmerksamkeit für das Thema zu erhöhen, haben die Vereinten Nationen das Jahr 2015 als das Internationale Jahr der Böden ausgerufen. Außerdem will die FAO zusammen mit der Global Soil Partnership Anfang Dezember 2014 den ersten Statusbericht zum Zustand der Weltbodenressourcen veröffentlichen. (db)
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