Überwachung

Fälschern auf der Spur

Beispiel: Melamin-Skandal in China
Ein prominenter Fall von Lebensmittelbetrug war der Melamin-Skandal in China 2008: Damals wurde Melamin in Säuglingsnahrung gemischt, um einen hohen Proteingehalt vorzutäuschen. In der Folge kam es in China zu Erkrankungen und Todesfällen. Als Reaktion darauf wurden in Europa Sondervorschriften für den Import von bestimmten chinesischen Eiweißerzeugnissen erlassen. (pio)
„Lebensmittelfälschungen - und damit der Betrug am Verbraucher - stellen an die Lebensmittelüberwachung neue Herausforderungen", betont der Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Dr. Helmut Tschiersky.  Er ist einer der europäischen Experten für Lebensmittelsicherheit, die aktuell in Berlin Herausforderungen durch den globalen Warenverkehr diskutieren. Auf Einladung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) tagt dort der informelle Zusammenschluss von Verantwortlichen für die Lebensmittelsicherheit in Europa, Food Law Enforcement Practitioners (FLEP). 

Tschiersky berichtete für das BVL, dass sein Haus an Konzepten arbeite, um Lebensmittelbetrug zu erkennen und zu verhindern. Für die Zukunft soll ein Frühwarnsystem aufgebaut werden. Bei einem weiteren Thema, das neue Strategien in der Überwachung von Lebensmitteln erfordert- beim Lebensmitteleinkauf im Internet - setzen die Kontrolleure des Bundes auf Zusammenarbeit mit den Ländern: Die gemeinsame Zentralstelle der Länder unter dem plakativen Namen G@zielt suche nach gefährlichen Produkten und deren Anbietern.

Neben dem Thema Lebensmittelfälschung diskutieren die Experten über neue Möglichkeiten der Warenkettenanalysen. (pio)
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