Verunglimpfung

Familie fordert Strafe für Tierrechtlerin


Nachdem im Januar dieses Jahres ein Landwirt beim Angriff eines Bullen getötet worden war, veröffentlichte die Tierschutzorganisation Animal Peace einen herabwürdigenden Text im Internet. Unter der Überschrift „Ein Bulle nimmt Rache“ bekannte die Tierrechtlerin Silke Ruthenberg ihre Freude über den Unglücksfall. Die Witwe erstattete daraufhin mit Hilfe des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes (RLV) Anzeige wegen Verunglimpfung des Andenkens des Verstorbenen. Die Staatsanwaltschaft München I kam zu dem Schluss, dass die beleidigenden Aussagen durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt seien und stellte das Ermittlungsverfahren ein.

Mit dieser Entscheidung will sich die Familie des Verstorbenen nicht abfinden. Sie beauftragte den RLV, Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens einzulegen, erklärte der Geschäftsführer der Kreisbauernschaft RheinBerg Stefan Rankenhohn auf Anfrage von agrarzeitung.de. Meinungsfreiheit dürfe nicht so weit gehen, dass ein Landwirt ohne Anlass in dieser Art und Weise verunglimpft werde. Die Einstellung des Verfahrens sei deshalb für die Familie und den Bauernverband nicht akzeptabel. (SB)
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