FAO-Analyse

Fehlernährung verursacht hohe Kosten

Schätzungsweise rund 800 Millionen Menschen auf der Welt leiden Hunger. Gleichzeitig geht die UN-Ernährungsorganisation (FAO) davon aus, dass aktuell etwa 1,9 Milliarden Menschen zu viel Gewicht auf die Waage bringen. Davon stuft die Organisation rund 600 Millionen als fettleibig ein.

Kein Land sei von Fehlernährung verschont, stellte FAO Generaldirektor José Graziano da Silva kürzlich bei einer Konferenz zu diesem Thema fest. Vielmehr beobachtet seine Organisation, dass häufig Mangel und Überfluss direkt nebeneinander existierten. Er forderte die Regierungen auf, den Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit als staatliche Verantwortung zu begreifen.

Wichtig seien eine umfassende Ernährungsberatung, eine aufschlussreiche Kennzeichnung von Lebensmitteln und eine Überwachung von Werbung. Die Staaten sollten im eigenen Interesse handeln, denn die Folgekosten von Fehlernährung seien wesentlich höher als die Kosten für die Vorbeugung. (db)
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