EU-Agrarrat

Fettkorrektur und Ökolandbau

Deutschland und Österreich ringen weiterhin um einen Straferlass für die Milcherzeuger. Auf dem EU-Agrarrat wollen sie einen letzten Anlauf unternehmen, um die EU-Kommission von einem günstigeren Fettkorrekturfaktor zu überzeugen.

Eine günstigere Berechnung würde die Quote de facto erhöhen und den Milcherzeugern Abgaben ersparen. Ein erster Anlauf scheiterte auf dem vergangenen EU-Agrarrat im Juni in Luxemburg. An der Spaltung des EU-Agrarrats in zwei Lager hat sich seitdem im Grunde nichts geändert. Kritiker der Fettkorrektur rechnen deshalb mit einem erneuten Scheitern in Brüssel.

Eine erste öffentliche Aussprache führen die Minister über die Reform der EU-Ökoverordnung. Die EU-Kommission möchte Auflagen für den Biolandbau verschärfen und fordert strengere Kontrollen in Handel und Verarbeitung. Der Kommission geht es um die Glaubwürdigkeit eines enorm wachsenden Sektors. Viele EU-Mitgliedstaaten kritisieren dagegen Verschärfungen, die vor allem kleineren Betrieben die Umstellung erschweren würden.

Bundesagrarminister Christian Schmidt möchte eigene Vorschläge zur Öko-Verordnung vorlegen. Die Italiener wollen möglichst im Dezember eine Position des Rates zur neuen EU-Ökoverordnung verabschieden. (Mö)
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